Interstellar

Originaltitel: Interstellar
Jahr: 2014
Regie: Christopher Nolan

interstellar-poster2

„Mankind was born on Earth. It was never meant to die here.“

Christopher Nolans neues Science-Fiction-Abenteuer Interstellar wurde im Vorfeld mit diversen Vorschusslorbeeren überschüttet. Das aktuelle IMDb-Rating von 9.1/10 bei   75’195 Bewertungen (Stand: 09.11.2014) spricht für sich. Der britische Regisseur bewährte sich schon mit der düsteren Batman-Trilogie-Neuauflage Batman Begins (2005), The Dark Knight (2008), The Dark Knight Rises (2012) und lieferte mit Memento (2000) und Inception (2010) sehr anspruchvolle und innovative Filme ab. Kein Wunder sind die Erwartungen bei seinem neusten Werk sehr hoch. Interstellar spielt in einer Zukunft, wo Lebensmittel nur noch sehr schwer zu finden sind, Tiere und Pflanzen aussterben und die Welt von Sandstürmen heimgesucht wird. Kurz gesagt der Planet Erde steht vor dem Ende. Cooper (brilliant gespielt von Matthew McConaughey) wird ausgewählt nach einer neuen bewohnbaren Heimat für die Menschen im Weltall zu suchen und muss dabei seine Famile zurücklassen.

„You might have to decide between seeing your children again and the future of the human race.“

Das Raumfahrt-Epos thematisiert die Relativitätstheorie, schwarze Löcher und die Schwerkraft. Visuell bietet Interstellar atemberaubende Weltraum-Szenen und fantastische Bilder. Den perfekt komponierten und packenden Soundtrack dazu liefert wieder mal Hans Zimmer. Damit Bild und Ton optimal zur Geltung kommen, empfehle ich den Film unbedingt im Kino anzuschauen. Im Heimkino wird das Erlebnis definitiv nicht das Gleiche sein. Sehr angenehm ist, dass der Film nicht in 3D gedreht wurde und kein reines Effekt-Blockbusterkino ist, sondern auch sehr emotionale Momente bietet und gekonnt mit den Gefühlen des Zuchauers spielt. Die Raumfahrt-Crew wird durch zwei kultige SciFi-Roboter (sehen aus wie Getränkeautomaten) begleitet. Humor und Ehrlichkeit lässt sich bei den Robotern beliebig anpassen. Dementsprechend gehen die wenigen Lacher des Films meistens auf das Konto der mobilen Getränkeautomaten. 🙂 Mit einer Laufzeit von fast 3 Stunden (169 min), treten sporadisch Längen auf, welche sich aber am Schluss auszahlen und langweilig wird es trotz langsamen Erzählstil nie. Trotzdem wünscht man sich ab und zu mehr Tempo und Spannung. Der Film lebt hauptsächlich von Matthew McConaughey und seiner Tochter. Leider bleiben im Vergleich alle anderen Charaktere ziemlich blass. Dies liegt nicht an den Schauspielern, da der gesamte Cast eine beeindruckende Leistung hinlegt. Das Problem liegt eher am Drehbuch. Hervorheben muss man hier ganz klar Coopers Sohn Tom, der total untergeht. Richtige Endzeit Stimmung, kommt trotz angekündigtem Ende der Welt, leider auch nie richtig auf. Da hätte ich mir eine noch düstere Endzeit-Atmosphäre gewünscht. Man hat nie das Gefühl, dass die ganze Welt betroffen ist, sondern nur eine bestimmte Region. Dennoch ist Christoper Nolan ein episches, bildgewaltiges, anspruchsvolles, gefühlvolles und hochemotionales Drama gelungen, welches Science-Fiction Fans begeistern wird. Kein Meisterwerk aber ein durchaus guter Film.

7.5 /10

 

 

3 Gedanken zu “Interstellar

  1. Pingback: The Martian | Gobi's Lifestyle BLOG

  2. So eine „schlechte“ Wertung? Du fandest alle Charaktere außer Matthew McConaughey blass? Auch Michael Caine? Den fand ich in seiner Rolle unglaublich stark und präsent. Musste mal erklären warum er Dir nicht gefallen hat?

    Gefällt mir

    • Hallo Daniel. Danke für deinen Kommentar. Also so schlecht ist die Wertung doch nicht. 7.5 von 10 ist doch gut. 🙂 Die Kritik bezog sich mehr auf das Drehbuch, als auf die schauspielerische Leistung und an den Charakter von Coopers Sohn Tom. Michael Caine war wie gewohnt gut. „Der Film lebt hauptsächlich von Matthew McConaughey und seiner Tochter. Leider bleiben im Vergleich alle anderen Charaktere ziemlich blass. Dies liegt nicht an den Schauspielern, da der gesamte Cast eine beeindruckende Leistung hinlegt. Das Problem liegt eher am Drehbuch. Hervorheben muss man hier ganz klar Coopers Sohn Tom, der total untergeht.“

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s