Jamaica – Ya Man!

Nach unserem 2.5 Wochen Urlaub in Jamaika möchte ich ein paar Eindrücke teilen. 🙂

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„Jamaica – No Problem!“

Ya Man, Respect und No Problem. Diese Worte hört man in Jamaika andauernd. Ya Man heisst übersetzt „Everything is alright“ . Dies sind nicht nur leere Worte, sondern es repräsentiert das Land und die Leute.

Jamaikaner sind stets locker, entspannt, gelassen, fröhlich, offen, gesprächig und haben ein sehr starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Täglich vermitteln Sie den Ausdruck von Gelassenheit und ein entspanntes Lebensgefühl. Hektik ist in Jamaika ein Fremdwort, man lässt sich nicht stressen. Jeder einzelne Einheimische lebt diese ehrliche jamaikanische Lebensphilosophie und steckt so Gäste magisch an. Bob Marley und Reggae hört man aus jeder Ecke. Ohne Musik läuft in Jamaika gar nichts. Laufend hört man die Leute singen. Die Leute und Ihre Lebenseinstellung waren für mich das beeindruckendste Erlebnis. Ein stetiger Begleiter ist Marihuana. Genau gleich wie Reggae ist der Duft von Cannabis omnipräsent. Die Hanfplanze wird überall geraucht und verkauft. Wir haben sogar von einem Hotelangestelleten als Willkommensgeschenk eine „kleine“ Kostprobe erhalten. 🙂 Man liest häufig, dass in Jamaika der Anbau und Besitz von Ganja verboten ist und es sogar Gefängnis strafen geben kann. Diese Angaben sind veraltet. Seit Juni 2014 sind kleine Mengen für den privaten, medizinischen oder wissenschaftlichen Gebrauch erlaubt. Ausserdem ist Jamaika nicht wie viel geschrieben wird gefährlich. Klar gibt es Orte die man meiden sollte. Aber solange man mit einem gesunden Menschenverstand durch die Insel reist, hat man nichts zu befürchten. Kurz zusammengefasst bietet Jamaika traumhafte Sandstrände mit kristallklarem Wasser, impsoante Berglandschaften, tropische Wälder, wunderschöne Wasserfälle, fröhliche und gutgelaunte Menschen und vielfältig kulinarische Köstlichkeiten.

Flug und Hotel
Condor bietet einen Direktflug ab Frankfurt nach Montego Bay an. Die Flugzeit beträgt 11h. Es empfielt sich ein Hotel in Montego Bay oder Runaway Bay zu nehmen. Von dort aus kann man Ausflüge nach Ocho Rios, Negril, Kingston, Port Antonio etc. planen.

Sprache
Die Amtssprache ist Englisch. Jamaikaner reden sehr schnell und verschlucken öfters Wörter oder kürzes diese ab. Wenn man aber höflich daraum bittet, langsam zu sprechen, kann man sich gut mit Ihnen verständigen. Häufig wird auch Patois gesprochen. Diese Sprache entstand, als die Sklaven ihre Redeweise veränderten, damit Sie niemand verstehen kann. Patois ist ein Mix aus afrikanischen Dialekten, versetzt mit portugiesischen, spanischen und englischen Ausdrücken.

Währung und Geld
Die offiziele Währung in Jamaika ist der Jamaika Dollar (J$). Akzeptiert werden auch US Dollar ($). 1 US Dollar sind ca. 100 Jamaika Dollar. Mit einer EC oder Kreditkarte können Jamaika Dollar oder US Dollar von Geldautomaten abgehoben werden. Meine Freundin konnte mit Ihrer Postkarte kein Geld beziehen, obwohl eigentlich das nötige Symbol (PLUS) vorhanden war. An touristischen Orten ist meistens alles in US Dollar angeschrieben. Man kann jeweils immer mit beiden Währungen bezahlen.

Transportmittel
In Jamaika gibt es praktisch keine offizielen öffentlichen Verkehrsmittel. Private Taxis sind grundsätzlich teuer. Man kann sich aber sehr günstig mit sogenannten Route Taxis fortbewegen. Route Taxis werden von einheimischen benutzt und fahren wie der Name schon sagt, definierte Routen ab. Route Taxis erkennt man an den roten Nummernschildern und sind auch so angeschrieben. Ein typischer Fahrpreis ist 100 Jamaica-Dollar (1$) für ca. zehn Kilometer pro Person. Man kann überall ein Route Taxi anhalten, solange noch Platz im Auto ist. Die Taxis sind meistens mit einheimischen vollgepackt. Wenn man eine grössere Strecke zurücklegen will, muss man mehrere Route Taxis nehmen, da immer nur kurze festgelegte Strecken pro Taxi zurückgelegt werden. Falls man sich trotzdem für ein privates Taxi entscheiden sollte, unbedingt vorher den Preis aushandeln.
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Essen
Das Essen in Jamaika ist sehr vielseitig und lecker. Mein absoluter Favorit ist Jerk Food. Jerk wird in einer Blechtonne zubereitet und darin brutzelt perfekt gewürztes Schweine (Pork Jerk) oder Pouletfleisch (Chicken Jerk). Dazu gibt es immer pikante Jerk-Saucen. Am liebsten hätte ich einen solchen Jerk-Grillmeister in die Schweiz mitgenommen. 😉
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Ackee and Saltfisch ist eine weitere Spezialität, was viele Jamaikaner als Frühstück zu sich nehmen.
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Ackee ist die Nationalfrucht von Jamaika. Nur der fleischige Samenmantel ist essbar. Der Rest der Frucht und auch die Samen sind giftig.
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Auch sehr lecker ist Curry Goat (Curry Ziegenraout).
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Unter den Früchten findet man unter anderem verschiedene Mangosorten, Papayas, Bananen, Ananas, Avocados, Soursap, Orangen, Limetten, Zitronen und Tamarinden.
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Die Soursop Frucht ist überall in Jamaika anzutreffen. Der Geschmack ist wie der Name schon sagt eher säuerlich. Wird oft für ein Erfrischungsgetränk gebraucht.
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Die Süsse Variante ist die Sweetsap.
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Yams ist auch überall anzutreffen. Der Geschmack ist süsslich und ähnelt Esskastanien und Kartoffeln.
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Trinken
Die Jamaikaner sind sehr stolz auf Ihr Red Stripe Bier. Das Bier gibt es überall. Ein anderes einheimisches Bier ist schwer zu finden. Red Stripe gibt es für 120 J$ (1.20 $) im Supermarkt. In Bars variiert der Preis zwischen 200-550 J$ (2-5.50$) je nach Location und wie touristisch die Bar ist. DG steht übrigens für Damn Good. 😉
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Jamaika ist auch bekannt für Kaffee. Der Blue Mountain Coffee zählt zu den besten Kaffeesorten der Welt.
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Mit dem Jamaika-Rum konnte ich nicht soviel anfangen. Der bekannteste Vertreter ist der Appelton Rum.
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Hervorheben muss man den weissen Overproof Rum mit 63 Umdrehungen. Der haut dir die Socken sowas von weg. 😀 Ich bevorzuge aber den kubanischen Rum.
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Sehenswürdigkeiten
Auf Platz 1: Die Natur von Jamaika
Jamaika bietet typisch karibisches Flair mit atemberaubenden Naturkulissen, wo man sich nicht satt sehen kann. Man hat überall etwas zu entdecken.
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Auf Platz 2: Port Antonio und Umgebung
Die schönste Ecke von Jamaika fand ich mit Abstand Port Antonio. Port Antonio ist ein kleines ruhiges, sympathisches und charmantes Hafenstädtchen ohne viel Tourismus. “Schöner als alle Frauen, die ich je gesehen habe”, so beschrieb Errol Flynn Port Antonio. In der Umgebung von der Blauen Lagune wurden in den vergangenen Jahren Szenen für die Filme „Cocktail“, „Club Paradise“, „The Mighty Quinn“, „Clara´s Heart“, „The Blue Lagoon“ und die Neuverfilmung von „Lord of the Flies“ gedreht. In der blauen Lagune vermischt sich eine sprudelnde Mineralquelle mit dem Meerwasser. Je nach Strömung herrschen unterschiedliche Temperaturen. Es ergeben sich kalte Süsswasserschichten und warmen Salzwasserschichten. Die Blaue Lagune ist ein ausserordentlicher Badespass und eine wunderschöne traumhafte Filmkulisse.
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Ein weiteres Highlight von Port Antonio ist Frenchman´s Cove. Frenchman´s Cove ist ein wunderschöner ruhiger Strand. Es mündet ein kleiner Fluss in eine fast kreisrunde Bucht. Dadurch entstand eine märchenhafte grüne Oase.
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Auf Platz 3: Dunn River Falls in Ocho Rios
Die Dunn River Falls gehören zu den schönsten Wasserfällen von Jamaika. Vom Strand aus kann man die 200m hohen Wasserfälle selber hochklettern. Viele geführte Touren fahren zu den Dunn River Falls. Am Besten reist man schon früh am morgen eigenständig zu den Wasserfällen. Wir waren schon um 08:30 dort und waren die einzigen Touristen. Der grosse Ansturm beginnt erst ca. um 09:30. Einzig der Eintritt ist überteuert und kostet 20$.
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Der Strandabschnitt ist auch sehr gepflegt und einladend.
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Auf Platz 4: Rick’s Cafe in Negril
Negril ist bekannt für seinen 11 km langen Sandstrand. Den Strand fand ich aber jetzt nicht so beeindruckend, da er mit Touristen überlaufen war. Da bietet Jamaika viele schönere Strände. Sehenswert ist aber Rick’s Cafe, wo man von Felsklippen ins Meer stürzen und den Sonnenuntergang bewundern kann.
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Platz 5: Blue Hole in Ocho Rios
Noch nicht so touristisch überlaufen und ein kleiner Geheimtipp sind die Wasserfälle Blue Hole.
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3 Gedanken zu “Jamaica – Ya Man!

  1. Hübsch zusammengefasst und mit Infos garnierter Beitrag! Übrigens ist der Duft von Cannabis auch besonders morgens am Basler SBB omnipräsent- einzig der Reggae fehlt, wenn man ihn nicht per Kopfhörer mit sich trägt. Lieg ich falsch oder wollt ihr nochmal nach Jamaika? Holt euch gern ein paar Inspirationen auf unserem Jamaika- Blog. 😉 One love- Respect! 😀

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