Brasilien: Rio de Janeiro

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Copacabana Beach-Art.

Per Zufall buchten wir unsere nächste Reise genau in den Karneval von Rio de Janeiro. Das Beste daran, wir bemerken es erst, als wir mit anderen Reisenden über unsere nächste Destination gesprochen haben. Sowas nennt man gute Reisevorbereitung. 😉

Reisende: „Wo geht es nach Florianópolis als nächstens hin?“

Wir: „Rio de Janeiro“

Reisende: „Oh, wie schön, dann könnt Ihr auch den Karneval sehen?!“

Wir schauen uns fragend an und antworten: „Ah ja? Ist an diesem Datum wirklich Karneval in Rio?!“

Tatsächlich landeten wir auf der „grössten Party der Welt“. Überall in der Stadt werden „Blocos“ (Strassenpartys) veranstaltet und diese beginnen schon in der Früh um 7 Uhr. Es wird getanzt, gesungen, getrunken und gefeiert als gäbe es kein Morgen. Bei den Frauen waren vor allem Wonder Woman Kostüme voll im Trend. Die Männer hingegen verkleideten sich am liebsten als Frauen. Jeder zweite Mann trug entweder einen Bikini oder ein rosa Röckchen. Wir sprachen ein paar Einheimische darauf an und die Antwort war meistens: „Keine Ahnung wieso sich hier viele als Frauen verkleiden, sie mögen es einfach“. Muss man jetzt nicht wirklich verstehen, aber für Unterhaltung war auf jeden Fall gesorgt. 😀

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Eine der vielen Blocos (Strassenpartys) in Flamengo.

Der Höhepunkt des Karnevals ist das Finale des Wettstreits der besten Sambaschulen. Jede Sambaschule wählt jährlich ein bestimmtes Thema. Entsprechend werden dann die Festwagen dekoriert und die Kostüme darauf abgestimmt. Es gibt insgesamt vier Ligen. Die zwölf besten Schulen sind in der Grupo Especial. Nach der Entscheidung der Jury steigt am Ende eine Sambaschule in die tiefere Liga ab, eine andere steigt aus dieser in die Grupo Especial auf. Die Wettkämpfe werden jeweils im Sambódromo ausgetragen. Eine 700 Meter lange Arena mit einer Kapazität von 88.500 Zuschauerplätzen. Tickets kosten je nach Sektor und Event zwischen 70 und 200 US Dollar. Die Kinderparade ist kostenlos.

Folgende Events kann man während dem Karneval im Sambódromo mitverfolgen.

  • 2 Tage Performance Sambaschulen aus den ersten Ligen.
  • 2 Tage Performance Sambaschule aus der Grupo Especial.
  • 1 Tag Performance Kinder Sambaschule.
  • 1 Tag Champions Parade aus der Grupo Especial.

Dieses Jahr wurde die Parade leider von zwei Unfällen mit mehreren Verletzten überschattet. Deshalb wurde entschieden, dass keine Schule absteigen muss. Mit dieser Entscheidung werden im kommenden Jahr also 13 statt der sonst üblichen 12 Sambaschulen bei den Paraden antreten. Wir haben leider die Auftritte der besten Sambaschulen verpasst und mussten uns mit der Kinderparade begnügen.

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Im Sambódromo. Platz sichern und warten auf die Kinderparade.

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Die Parade fängt an.

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Auftritt der Kinder Sambaschulen.

Anbei noch ein paar Impressionen von der Grupo Especial.

Sieger der diesjährigen Parade. Sambaschule Portela. Thema war das das Flussleben Brasiliens. Foto von: AP Photo (Nelso Antoine)

Sieger der diesjährigen Parade. Sambaschule Portela. Thema war das das Flussleben Brasiliens. Foto von: AP Photo (Nelso Antoine)

Foto von: VANDERLEI ALMEIDA/AFP/Getty Images

Foto von: Getty Images (Vanderlei Almeida)

Foto von: AP Photo (Mauro Pimentel)

Foto von: AP Photo (Mauro Pimentel)

Foto von Getty Images (Raphael Dias)

Foto von: Getty Images (Raphael Dias)

Foto von: Getty Images (Buda Mendes)

Foto von: Getty Images (Buda Mendes)

Anbei noch ein Video von Portela (Sieger der diesjährigen Parade).

Nebst dem Karnevel bietet Rio traumhafte Sandstrände, atemberaubende Panoramaaussichten, impsoante Naturlandschaften und vielfältig kulinarische Köstlichkeiten.

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Mit Einheimischen am Praia do Flamengo.

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Praia do Flamengo mit Ausblick auf den Zuckerhut, portugiesisch Pão de Açúcar („Zuckerbrot“).

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Caipi Stand in Lapa. Mit der traditionellen Limetten Version, stehen auch noch Erdbeeren und Kiwis zur Auswahl.

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Caipi Degustation in Lapa. Wir haben diverse ausprobiert. Der traditionelle schmeckt immer noch am besten… 🙂

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Zuckerhut Seilbahn.

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Aussicht auf Rio vom Zuckerhut.

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Bis zum Jahr 1817 galt der Zuckerhut für Bergsteiger als unbezwingbar. Heute kann man diverse wagemutige dabei beobachten.

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Gringa und Gringo auf dem Zuckerhut mit Ausblick auf die Copacabana.

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Ja OK, wenn es da steht, dann trinken wir halt einen. 😉

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Milde 40 Grad in Rio.

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Copacabana Palace Hotel an der Copacabana. Unser Hotel. Leider nicht… Eine Nacht kostet zwischen 300 und 1000 CHF je nach Saison.

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Copacabana Strandpromenade.

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Typische Mahlzeit. Steak, Pommes, Reis und Farofa ( geröstetes Maniokmehl).

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Picanha (Schwanzstück vom Rind) in der Churrascaria Majórica.

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Tacacá. Suppe aus Jambublättern und Maniok.

Next Stop: Santiago de Chile!

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