Kolumbien: Bogotá (Die Gegensätzliche)

Gastbeitrag von Manu Anlauf Nr. 3

Als wir das erste Mal davon sprachen, einen Zwischenstopp in Bogotá einzulegen, drehten sich meine ersten Gedanken um Dinge wie Lateinamerikanische Musik, Palmen, Sonne und Wärme. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Man vergisst oft, dass die Anden bis nach Kolumbien reichen und genau dort liegt Bogotá. Was dazu führt, dass die Stadt eine maximale Jahresdurchschnitt Temperatur von 16 Grad aufweist und regenfeste, warme Kleidung im Gepäck nicht fehlen darf.

Das Erste, was wir von Bogotá zu sehen bekamen, war der modere und frisch renovierte Flughafen El Dorado (wohl der beste Flughafenname der Welt), welcher ganz im Norden der Stadt liegt. Von dort sind es mit dem Taxi ca. 40 Minuten bis in die Innenstadt. Auf dieser Strecke bekommt man schon einen kleinen Einblick in die Bandbreite was einen in dieser Stadt erwartet.

Die Fahrt startet wie schon erwähnt im Norden. Wo sich die grossen Glastürme von internationalen Firmen befinden und weltweite Hotelketten wie Hilton oder Marriott ihre Zelte aufgeschlagen haben. Es ist auch der Ort wo die schönen Wohn- und Parkanlagen der gut betuchten Oberschicht von Bogotá sind. Sobald man aber von der Umfahrungsstrasse runter ist, zeigt sich ein gänzlich anderes Bild. Anstelle von hippen Restaurants und grossen Einkaufszentren gibt es Verkehrschaos und triste Hochhäuser.

Plaza de Bolívar.

Unser Hotel lag im historischen Zentrum (La Candelaria). Es wird oftmals als die besterhaltene Altstadt Südamerikas gerühmt. Leider empfanden wir dies ein bisschen anders. Es gibt definitiv einige schöne koloniale Gebäude, welche aber leider eingequetscht zwischen hässlichen Nachkriegs-Betonklötzen stehen. Wenn man wirklich intakte historische Gassen sehen will, muss man sie schon ziemlich suchen. Die historischen Teile von Städten wie z.B. Sucre, Cusco, Buenos Aires, Colonia del Sacramento oder auch Córdoba gefielen uns um einiges besser.

Anfang „unserer“ Strasse.

Ganz nach südamerikanischer Tradition; tolle Street-Art.

Zum Zweiten…

…zum Dritten.

Was man unbedingt bei einem Besuch in Bogotá tun sollte, ist den Hausberg Cerro Monserrate zu erklimmen. Von dem 3152 Meter hohen Gipfel hat man eine fantastische Sicht über die ganze Stadt. Man sollte einfach darauf achten, nicht Sonn- oder Feiertagen dafür zu wählen, da sich auf dem Gipfel eine Kirche mit einem Schrein des „Gefallenen Jesus“ befindet und somit ein äusserst beliebter Wallfahrtsort ist.

„Rückwand“ der Seilbahnstation.

Blick vom Monserrate über den Süden Bogotás.

Von Bogotá führt uns unsere Reise weiter nach Westen in den kleinen Ort Salento.

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