Bolivien: La Paz

La Paz – Plaza Murillo.

Von Sucre ging es weiter nach La Paz. Ein Bus von Sucre nach La Paz kostet je nach Klasse zwischen 6-20$ und dauert 12-13h. Da wir in den letzten Wochen permanent entweder nur mit dem Auto oder Bus unterwegs waren, war es mal wieder an der Zeit den Flieger zu nehmen. So langsam machte sich nämlich bei uns eine kleine Flug-Entzugserscheinung breit. 😉 Das Ticket kostete 59$ pro Person und die 50 Minuten Flugzeit waren im Vergleich zu der Busfahrt ein Klacks.

Umringt von den beeindruckenden Gipfeln der Anden, liegt La Paz in einem Talkessel aus einem endlosen Häusermeer, auf einer Höhe von 3200 bis 4100 m. Die Stadt besitzt damit den höchstgelegensten Regierungssitz und Zivilflughafen der Welt. Da wir in San Pedro de Atacama, Uyuni und Sucre schon mit ähnlichen Höhen Bekanntschaft geschlossen haben, waren wir gut vorbereitet auf La Paz und sind mit der Höhe ganz gut zu recht gekommen. Vielleicht lag es aber auch am „Mate de Coca“, dass wir von der Höhenkrankheit verschont blieben. 😉 Trotzdem machte sich der Sauerstoffmangel bemerkbar und wir mussten oft eine Pause einlegen oder einen Gang zurückschalten.

La Paz ist laut, geruchsintensiv, hektisch und chaotisch, aber zugleich auch sehr beeindruckend und lebendig. Das Stadtbild wird dominiert von riesigen Strassenmärkten. Supermärkte gibt es kaum, es wird alles auf den Strassen gekauft und verkauft. Tausende Minibuse und Autos quälen sich durch enge Strassen und Gassen. Menschen schreien aus Bussen heraus, um Kunden für eine Busstrecke zu gewinnen. Es wird gehupt als gäbe es kein Morgen mehr. Ampeln und Verkehrsregeln werden ignoriert. Das Chaos geht sogar so weit, dass sich Leute als Zebras verkleiden und so versuchen Autofahrer und Fussgänger dazu zu bringen, die Verkehrsregeln zu beachten und aufeinander Acht zu geben. Man sieht viele vermummte Schuhputzer, die ihre Arbeit vor ihrer Familie geheim halten wollen, da der Beruf als minderwertig angesehen wird.

Aussicht von Mirador „Killi Killi“ auf La Paz.

In der Ferne, der schneebedeckte Hausberg Illumani.

Einer der vielen Minibusse.

Besuch beim Coca-Museum: Hier erfährt man alles über die Geschichte der Cocapflanze. Es wird klar aufgezeigt, dass es zwischen den natürlichen Cocablättern und der Droge Kokain, meilenweite Unterschiede gibt.

Menu im Coca-Museum. Tee, Bier, Cafe und Kuchen werden hier mit Coca angeboten.

La Paz war eine sehr beeindruckende Erfahrung. Die Stadt lebt und es wird nie langweilig. Auf Dauer war es uns aber zu chaotisch und hektisch, so dass wir nach 3 Tagen weiter nach Copacabana gefahren sind. Damit meine ich nicht die berühmte Strandpromenade in Rio de Janeiro, sondern eine Stadt in Bolivien, die am Titicacasee liegt.

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