Bolivien: Sucre

Sucre – „La Ciudad Blanca“.

Von Uyuni ging es mit dem Nachtbus für 100 Bolivianos (ca. 14 CHF) pro Person nach Sucre. Tickets können am Busbahnhof bei der Agentur „6 De Octobre“ gebucht werden. Die Fahrt dauerte ca. 8h und war grundsätzlich für den Preis ganz in Ordnung. Einziger Negativpunkt war, dass die Toilette auf der gesamten Strecke nicht verfügbar war. Sehr zum Leidwesen des „Bus Steward“, der alle 5 Minuten von einer bolivianischen Frauengruppe wegen dem fehlenden Klo zur Schnecke gemacht wurde. Wer also schon immer mal seine Blase trainieren und seinen spanischen Fluchwortschatz aufbessern wollte, kann ich diese Bustour nur wärmstens empfehlen. 😉

Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien und liegt im Herzen des Landes auf ca. 2’850 m Höhe. Sofort fallen einem die gepflegten Plätze, Gassen und Bauten auf. Nicht umsonst gilt die Altstadt von Sucre als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer Kolonialstadt und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Häuserfassaden sind meistens weiss, deshalb hat die Stadt auch den Kosenamen „La Ciudad Blanca“ (Die weisse Stadt). Wer einen wunderschönen und ruhigen Ort zum Abschalten sucht, der wird mit Sucre fündig. In Bolivien sind die Leute im Vergleich zu Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay eher reserviert und zurückhaltend. Was man ihnen aber zugute halten muss, ist ihre freundliche, ehrliche und bescheidene Art.

Sucre – Plaza 25 de Mayo.

Auch der Titel „Schönste Ampel der Welt“ könnte locker an Sucre gehen.

Sucre – El Mirador/ La Recoleta.

Aussicht auf Sucre von El Mirador/ La Recoleta.

Verdiente Bierpause nach dem steilen Anstieg in der Cafe Mirador Bar.

Cocablätter und Cocatee sind in Bolivien sehr verbreitet, denn das Kauen der Blätter ist eine alte Tradition, was schon die Inka vor der Höhenkrankheit bewahrt hat. Coca hilft die Sauerstoffaufnahme zu erhöhen.

Mate de Coca. Ohne Cola, dafür mit umso mehr Coca. 😉

Die bolivianische Küche zeigt Einflüsse der bolivianischen Inkas, der südamerikanischen und teilweise auch der europäischen Küche. Grundnahrungsmittel sind dabei meistens Fleisch, Mais, Kartoffeln und Reis. Was das Essen vor allem von den Nachbarländern unterscheidet, sind die scharfen Saucen und Gewürze. So erhält man des öfteren auch noch „Llajhua“ (eine bolivianische Chilisauce) zu den Gerichten dazu.

Llajhua (bolivianische Chilisauce).

Unsere absolute bolivianische Lieblingsspezialität ist „Pique Macho“.  Dies ist ein Berg aus Rindfleisch, Wurst, Kartoffeln/Pommes, Zwiebel, Gemüse und Ei, in einer würzigen Salsa.

Pique Macho.

Weitere typische Speisen sind „Picante de Pollo“ (Hähnchen mit diversen Beilagen in würziger Sauce) und „Silpancho“ (paniertes Rindfleisch mit Reis, Kartoffeln, Ei, Tomaten und Zwiebeln).

Picante de Pollo.

Silpancho.

Auch sehr beliebt sind „Salteñas“. Dies ist die bolivianische Variante der Empanadas (Teigtaschen). Sie sind im Vergleich zu anderen südamerikanischen Empanadas viel saftiger und deshalb muss oft ein Löffel zur Hilfe genommen werden.

Salteñas.

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