Deadpool

Originaltitel: Deadpool
Jahr: 2016
Regisseur: Tim Miller

deadpool

„You look like Freddy Krueger face-fucked a topographical map of Utah“

Deadpool ist wohl einer der unkonventionellsten Anti-Helden, die das Marvel-Universum jemals herausgebracht hat und erzählt die Geschichte des ehemaligen Soldaten Wade Wilson (Ryan Reynolds). Nachdem bei ihm lebensbedrohlicher Krebs diagnostiziert wurde, unterzieht er sich einem Experiment und erhält unglaubliche Selbstheilungskräfte. Das Experiment bleibt nicht ohne Nebeneinwirkungen, denn sein Körper wird total entstellt. Deadpool plant einen gnadenlosen Rachefeldzug.

Kein anderer Film wurden in den letzten Monaten mehr gehypt als Deadpool. Normalerweise wird man nach so vielen Vorschusslorbeeren im Kino nur enttäuscht, weil die Erwartungen und der Hype schlussendlich zu gross waren. Um es gleich vorne weg zu nehmen, dies ist glücklicherweise bei Deadpool nicht der Fall. Nach der Veröffentlichung des Trailers, hatte ich die Befürchtung, dass alle guten Szenen schon im Trailer zu sehen sind. In der gestrigen Vorpremiere (10.02.2016) kam dann die grosse Erleichterung und ein breites überdimensionales Dauergrinsen. Deadpool ist ein über die ganze Laufzeit von 108 Minuten reines Gag-Feuerwerk und strotzt nur so von lustigen Ideen. Schon alleine der Vorspann, wo normalerweise nur langweilige Credits, wie Schauspieler, Regisseur und Produzenten eingeblendet werden, sorgte im Kino für viele Lacher. Damit sichert sich der Film schon in den ersten Minuten, den Preis für eine der lustigsten Anfangssequenzen aller Zeiten. Story technisch darf man natürlich keine Ansprüche stellen. Der Film lebt hauptsächlich von Oneliner, selbstironischen Witzen und Seitenhiebe auf andere Filme. Wer sich darauf einlässt und mit dem Humor etwas anfangen kann, wird Deadpool lieben.

Der Charakter Deadpool trat erstmals in „X-Men Origins: Wolverine“ (2009) in Erscheinung, wo er auch von Ryan Reynolds gespielt wurde. Der erste Auftritt von Deadpool entsprach nicht der Vorlage und fand bei den Fans auf wenig Gegenliebe. Ryan Reynolds setzte sich stark dafür ein, dass der Söldner mit der großen Klappe einen eigenen Film bekommt, welcher dem Charakter und der Vorlage endlich gerecht wird. Superheldenfilme die auf Comics basieren, versuchen in der Regel ein PG-13 Rating anzustreben, um gewinnmaximierend vor alle den Mainstream anzusprechen.

„February 12th. There will be blood. Guns. F-bombs. And graphic, expertly lit French Unicorn sex.“

Dies liess Ryan Reynold am 1. April 2015 auf seinem Twitter Account verlauten und allen war klar, Deadpool wird ein überraschendes und erfrischendes Rating R erhalten. Seit „Dredd“ (2012) hatte kein Studio mehr den Mut auf ein Rating R. Mut der hoffentlich belohnt wird!

Deadpool ist ungewöhnlich, durchgeknallt, respektlos, brutal, versaut, unverbraucht, bestes Training für deine Lachmuskeln und verdammt unterhaltsam.

Um es mit den Worten von Deadpool zu sagen: „Maximum Effort!“

8/10

PS: Unbedingt nach dem Abspann nicht den Kinosaal verlassen. Da kommt noch was. 😉

 

Ein Gedanke zu “Deadpool

  1. Pingback: Top 15 Kinofilme 2016 | Gobi's Lifestyle BLOG

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