John Wick

Originaltitel: John Wick
Jahr: 2014
Regisseur: Chad Stahelski, David Leitch

John_Wick_TeaserPoster

„In a bar, I once saw him kill three men… with a pencil.“

Nach viel Liam Neeson, Jason Statham und Denzel Washington, darf mal wieder zur Abwechslung Keanu Reeves den One-Army Actionhelden spielen. John Wick präsentiert uns eine typische 0815 B-Movie-Rachefilm-Story. John Wick (Keanu Reeves) trauert um seine verstorbene Ehefrau. Das einzige was im Leben noch geblieben ist, sind sein süsser Hund und sein schönes Auto (1969 Ford Mustang Boss 429). Eines Tages wird er von Russen überfallen und verbrügelt. Das Auto wird gestohlen und sein Hund getötet. John startet einen Rachefeldzug. Tönt nach einem typischen B-Actioner wo man das Hirn auschalten muss, dafür aber gut unterhalten wird.

Wenn man sich die Story durchliest, darf und kann man inhaltlich nicht viel erwarten. Hier steht definitiv die Action im Vordergrund. Die Regisseure Chad Stahelski und David Leitch setzen Keanu Reeves gekonnt in Szene. Die Actionszenen sind kompromisslos und gut geschnitten. Kenau Reeves passt mit seiner versteinerten Mimik sehr gut in die Rolle. Nach 1h Laufzeit wiederholen sich allerdings die Shootouts und die Luft geht so langsam aus. Da macht sich dann doch das inhaltlich dünne Drehbuch und die oberflächliche Story bemerkbar. Zu einem wirklich guten Actioner reicht es nicht. Es fehlen mir lustige One-Liner und unterhaltsame Dialoge. Negativ aufgefallen sind mir auch die bösen Buben. John erhält kaum Gegenwehr. Jeder Actionfilm braucht einfachen einen guten Bösewicht, ansonsten leidet die Qualität und es ensteht keine Spannung. Ausserdem hätte ich mir bei einem 1969 Ford Mustang und einem 2011 Dodge Charger, die eine oder andere Verfolgungsjagd gewünscht. Ein richter Showdown bleibt auch aus. Die besten Actionsequenzen werden leider schon in der ersten Filmhälfte verpulvert. Positiv hervorheben kann man noch den Soundtrack und dass in den Actionszenen oft Nachgeladen wird. Normalerweise ist das Nachladen in solchen Filmen nicht so realistisch umgesetzt. 😉

John Wick bietet gut inszenierte und choreografierte Action. Allerdings geht in der zweiten Hälfte die Luft aus und der Film wirkt langatmig und ermüdend. Was hauptsächlich an den nicht vorhandenen Gegnern und dem löchrigem Drehbuch liegt. Actionfans können einen Blick riskieren.

5/10

2 Gedanken zu “John Wick

  1. Hat mich auch überrascht, da ich eigentlich normalerweise auf solche Filme stehe und die Kritiken im Vorfeld sehr positiv waren. Hat meiner Meinung nach sehr viel Potential verschenkt. The Equalizer war da um Welten besser. Ja, mach dir auf alle Fälle auch mal ein Bild. Deine Meinung würde mich interessieren! Evtl. stehe ich dann nicht alleine da. 😉

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