Kingsman: The Secret Service

Originaltitel: Kingsman: The Secret Service
Jahr: 2014
Regisseur: Matthew Vaughn

Kingsman_poster

“Manners maketh man. Do you know what that means? Then let me teach you a lesson.“

Auf das neue Bond Abenteuer (Spectre) müssen wir uns noch bis November gedulden, da kommt die neue Agentenkomödie von Matthew Vaughn gerade richtig. Matthew Vaughn zeigte schon mit Layer Cake (2004), Kick-Ass (2010) und X-Men: First Class (2011), dass er kein schlechter Regisseur ist. Sein neuer Film Kingsman basiert auf dem Comic „The Secret Service“ von Mark Millar.

Kingsman ist eine unabhängige und strenggeheime Spionageorganisation. Nach dem Tod von Geheimagent Lancelot muss ein neuer Nachfolger gefunden werden. Die Wahl von Top-Spion Harry Hart (Colin Firth) fällt auf den Teenager Eggsy (Taron Egerton). Eggsys Vater war selber auch Agent und wurde im Dienst getötet. Harry fühlt sich verantwortlich für seinen Tod und versucht aus Eggsy einen Gentleman und Kingsman zu formen. Dazu muss er aber zuerst ein anspruchsvolles Trainingsprogramm bestehen. Wäre dies nicht genug, bedroht Milliardär Valentine (Samuel L. Jackson) die Welt. Gelingt es Harry und Eggsy Valatine zu stoppen?

Schon alleine mit dem ersten Ton und mit der ersten Szene konnte Regisseur Matthew Vaughn bei mir punkten, da die Eröffnungssequenz musikalisch von einem Dire Straits Klassiker „Money for Nothing“ untermalen wird. Nicht nur der Titeltrack konnte ab der ersten Sekunde überzeugen, sondern Kingsman unterhält sofort mit einem ausgeglichen Mix aus Action und Humor. Die Actionszenen sind ausgezeichnet choreografiert und der britische Humor gewohnt pechschwarz. Die Gags zünden und die Action macht Spass und ist abwechslungsreich. Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass mir die Schnitte zum Teil zu überdreht und schnell waren. Dafür ist das R-Rating für einen solchen Blockbuster Film eher überraschend und bewundernswert. Normalerweise erhalten solche Filme ein PG-13 Rating um mehr Box-Office einnahmen zu erhalten. Meiner Meinung nach sollte jeder Actionfilm auf ein R-Rating ausgelegt werden. Eine gewisse Härte und Brutalität gehört einfach dazu. Umso erstaunlicher finde ich es, dass sich einige über die „exzessive“ Gewaltdarstellung aufregen, obwohl sich Kingsman nicht ernst nimmt und sehr comichaft inszeniert ist. In den guten alten 80er Jahren war das Standard. Irgendwie wurden wohl einige durch die ganzen PG-13 Produktionen verweichlicht. Matthew Vaughn machte mit Colin Firth und Taron Egerton einen richten Glückgriff. Beide verleihen dem Film sehr viel Charme und Sympathie. Auch der lispelnde Bösewicht, der auf keinen Fall Blut sehen kann, ist mit Samuel L. Jackson top und lustig besetzt. Klassische und kreative Gadgets wie Regenschirm-Schusswaffen, Feuerzeug-Granaten, Elekroschock-Ringe, Kugelsicherer Anzüge, Schuhklingen und Giftkugelschreiber gehören zur Grundausstattung. Mit sehr viel Selbstironie wird oft auf andere Agentenfilme verwiesen und sich über Agentenklisches lustig gemacht, mit dem Hinweis „It’s not that kind of a movie.” Im wahrsten Sinne des Wortes, handelt es sich wirklich um einen etwas anderen Film.

Kingsman ist durchgeknallt, abgedreht, extrem witzig, für seine Laufzeit von über 2h sehr kurzweilig und bringt neues Leben ins Agentengenre.

8/10

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3 Gedanken zu “Kingsman: The Secret Service

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