The Raid

Originaltitel: Serbuan maut
Jahr: 2011
Regie: Gareth Evans

theraid

Mad Dog: „Pulling a trigger is like ordering a takeout.“

2011 produzierte der walisische Regisseur Gareth Evans in Indonesien mit „The Raid“ ein knallhartes und kompromissloses Non-Stop-Actionspektakel. Dabei verzichtete er auf Story, Charaktere, Humor und flotte Sprüche. Reduziert wurde „The Raid“ auf eine einzige Komponente: ACTION! Man nehme 20 Elite-Cops aus einem Sondereinsatzkommando und schicke Sie in ein 15-stöckiges Hochhaus voller böser Buben, angeführt von einem Gangsterboss, welcher sich im obersten Stock befindet. Die Cops haben dabei den Auftrag die komplette Bande festzunehmen. Als 16-jähriger Junge habe ich von einem solchen „Action-Only“ Filmprojekt oft geträumt. Nahe an einen solchen Traum, brachten es eigentlich nur die alten Hongkong Actionfilme von John Woo („The Killer“ und „Hard Boiled“). Trotz aller Action, verschaffte Woo seinen Filmen immer einen gewissen Charakter, Herz und eine Seele. Etliche B-Movie Actionfilme sind zwar genau auf „Action-Only“ ausgelegt, erreichen aber niemals die Klasse eines Heroic Bloodshed Klassikers von John Woo. 14 Jahre später muss ich zugeben, dass ein solches Konzept nur sehr schwer umzusetzen ist, wenn man einen Spielfilm mit einer Länge von >=80min auf Zellouid bringen will. Bestes Beispiel „The Raid“.

Zugegeben der Film bietet atemberaubende und top choreographierte Actionszenen und lässt jedes Actionfanherz höher schlagen. Wo andere Actionfilme nach einem 10 Minuten Showdown aufhören, fängt „The Raid“ erst richtig an. Nach einer kurzen Einführung beginnt ein 100 Minuten Showdown. Zuerst wird pausenlos mit grosskalibrigen Waffen geballert, bis irgendwann mal die Munition ausgeht. Weiter geht es mit Messern und Macheten. Zur Not wird auch mit allen anderen möglichen Gegenstanden oder mit blossen Händen geprügelt. Dabei werden diverse Knochen gebrochen, Kopfschüsse erteilt, Körper mit Blei gefüttert, Schienbeine durchgetreten und Messer durch Körper gerissen. Nach einer gewissen Zeit macht sich dann allerdings ein gewisser Abnutzungseffekt breit. Die Action wiederholt sich und die Location bleibt immer gleich. Man wird einfach gesagt zu schnell übersättigt.

„The Raid“ ist ein solider Actionkracher ohne viel Sinn, Story und Verstand. Schlussendlich bietet der Streifen aber was er verspricht: ACTION! Für einen richtig guten Actionfilm fehlt es mir aber an Story, Charakteren, Humor und flotten Sprüchen/Dialogduellen.

6/10 – Für die Erfüllung eines Kindheitstraumes und die guten Actionszenen.

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