Dumb and Dumber To (Dumm und Dümmehr)

 Originaltitel: Dumb and Dumber To
Jahr: 2014
Regie: Peter Farrelly, Bobby Farrelly

392632

Grimassen-König Jim Carrey erreichte 1994 mit Ace Ventura (1994), The Mask (1994) und Dumb and Dumber (1994) den Durchbruch. Seine ausgeprägte Gestik und Mimik, sowie seine Stimmenimitationen wurden zu seinen Markenzeichen und er wurde als neuer Hollywood Star gefeiert. Anders als andere Comedy-Darsteller überzeugt er überraschenderweise auch in ernsten Rollen wie z.B. in The Truman Show (1998) oder Eternal Sunshine of the Spotless Mind (2004). Die Farrelly Brüder beschenkten uns mit Dumb and Dumber mit einer der besten Komödien der 90er Jahre. Der Film ist ein reines Gagfeuerwerk und ist vollgestopft mit schwarzem Humor, Situationskomik, Klamauk, bösartigen Streichen und Wortwitz. Wo andere Möchtegern-Komödien an zu viel und übertriebenem Slapstick scheitern, kommt das Regiedebüt von Peter und Bobby Farrelly sympathisch und charmant daher und findet die optimale Mischung. Genau so muss eine gute Komödie ausehen. Einen sehr grossen Beitrag dazu liefern die beiden Hauptdarsteller Jim Carrey (Lloyd) und Jeff Daniels (Harry). Das Vollidioten-Duo ergänzt sich prächtig. Szenen wie wo einem Sittich der Kopf abgerissen, wieder angeklebt und dem blinden Nachbarsjungen verkauft wird geniessen heute Kultstatus.
„Pretty bird. Yes, can you say pretty bird? Pretty bird, yeah pretty bird… Polly want a cracker?“
Nicht zu vergessen die legendäre Toiletten-Szene mit der kaputten Spülung oder Harry‘s fest geklebte Zunge am Skilift 🙂

20 Jahre später lebt auch der zweite Teil wieder von der Dummheit der beiden Hauptprotagonisten. Harry ist krank und hat ein Nierenproblem. Er ist dringend auf ein Spenderorgan angewiesen. Hilfe erhält er von Lloyd und die beiden begeben sich wieder auf einen Road Trip. Jim Carrey und Jeff Daniels hatten offenbar viel Spass an den Dreharbeiten, denn beide verkörpern die Vollpfosten wieder perfekt und setzen die Charaktere sehr liebevoll in Szene. Es ist ein schönes Gefühl und es macht einfach Spass dieses Duo wieder auf der grossen Leinwand zu sehen. Das Konzept wurde dabei 1:1 vom Vorgänger übernommen. Viel Neues oder überraschenden gibt es dabei nicht. Anstatt eines Koffers, müssen Sie dieses Mal ein Paket überbringen. Die Handlung steht im Hintergrund und es werden wieder absurde und durchgeknallte Gags am Laufband präsentiert. Nicht jeder Gag zündet, aber der Humor-Mix stimmt wieder und man wird gut unterhalten. Liebevolle Erinnerungen an Dumb and Dumber prägen den Film öfters, deshalb macht es Sinn sich den ersten Teil kurz vorher wieder mal anzusehen. So gibt es z.B. ein Wiedersehen mit dem blinden Nachbarjungen und der Hundewagen darf auch sein Comeback feiern. Köstlich amüsiert man sich auch wieder bei den schon im ersten Teil eingesetzten Traumsequenzen. In den Berner Kinos läuft aktuell leider überall nur die deutsche Fassung. Die deutsche Synchronisation ist aber sehr gelungen. Trotzdem freue ich mich schon den Film bei der zweiten Sichtung auf Englisch anzuschauen, da viele Gags in der Originalsprache sicher besser funktionieren.

Gute Komödien werde heutzutage kaum noch produziert und sind sehr selten. Hier haben wir mal wieder einen guten Vertreter. Fans des ersten Teils werden Dumb and Dumber To auch mögen, auch wenn die Klasse des Vorgängers nicht ganz erreicht wird. Tipp: Nach dem Abspann des Film den Kinosaal nicht vorzeitig verlassen, es gibt noch einen Überraschungsauftritt von alten Bekannten. 😉

7/10

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